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Direkte unbürokratische Hilfe
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Wenn ein Kind in der Sahelzone trübes Wasser aus einem verschmutzten Brunnen trinken muss, wenn hunderte Säuglinge in Bolivien wegen fehlender medizinischer Mittel elend sterben, wenn Menschen schwerste körperliche Arbeit verrichten müssen, um ihr kärgliches Dasein zu fristen - aber mangels Bildung keine Chance haben, diesem Dasein zu entfliehen, dann schaltet sich der gemeinnützige Verein "Selbsthilfe Dritte Welt" ein. Mit direkter, unbürokratischer Hilfe gelang es dem 1990 gegründeten und mittlerweile über 100 Mitglieder zählenden Verein, bereits mehrere Projekte in Afrika und Südamerika zu verwirklichen. Finanziert wurde alles aus Mitgliedsbeiträgen, dem Erlös von Festen und Flohmärkten und nicht zuletzt mit Spenden von Firmen. Unsere Hilfe wirkt unmittelbar. Wir kennen unsere Ansprechpartner, ihre Nöte und Sorgen ganz genau. Und wir befähigen sie dazu, Nöte und Sorgen selbst zu meistern. Ziel des Vereins ist es, mit minimalen Verwaltungskosten unmittelbare Hilfe zu leisten. Wichtigste Grundlage für eine funktionierende Zusammenarbeit sind persönliche Kontakte zu den Menschen vor Ort. Sofern der Verein keine persönlichen Mitarbeiter zur Betreuung in den Projekten hat, arbeiten wir mit anderen Organisationen zusammen.
Mittelfristig - und das ist ein ganz wichtiger Aspekt - streben wir eine Verselbstständigung der Projekte an, damit die Menschen nicht ständig auf Hilfe von aussen angewiesen sind. Die Projekte, die der Verein unterstützt, werden von den betroffenen Menschen selbst beantragt, durch ihre aktive Mitarbeit werden die Vorhaben mit Leben erfüllt. Der Verein will aber zweierlei:
Erstens natürlich zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der sogenannten "Dritten Welt" beitragen. Aber zweitens die Menschen hier in Deutschland für diese Probleme sensibilisieren. So soll die Arbeit des Vereins nicht zuletzt der internationalen Zusammenarbeit und Völkerverständigung dienen. In zwei Regionen leistet der Verein "Selbsthilfe Dritte Welt" schon seit Jahren effektive Hilfe: In Coripata (Bolivien) und Burkina Faso (Westafrika).
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